Ist nicht die Quelle aller Regeneration die Sehnsucht nach intakter Natur und wahrem Loslassen? 

Schauen Sie also auf sich, schenken Sie sich etwas Gutes, machen Sie einfach 'mal Urlaub und hängen Sie ab. Lassen Sie sich inspirieren, begeistern, fühlen Sie sich geborgen und laufen Sie 'mal wieder barfuß wie die Kinder. Genießen Sie eine nahezu unberührte Natur und ergründen Sie die Vielfalt der heimischen Tier- und Pflanzenwelt. "Kommen Sie an", tauchen Sie mit allen Sinnen in den gesunden Lebensraum des oberen Achentals ein, wenn im Frühjahr langsam die Schneeschmelze einsetzt und kleine Bachläufe anschwellen. Zögerlich erwachen Igel und Maulwurf aus ihrem Winterschlaf, der Specht beginnt zu hämmern, die Tiere begrüßen die neue Saison auf das Herzlichste. Annähernd 80 Vogelarten brüten im Achendelta, darunter Seltenheiten wie der Flussregenpfeifer, der Eisvogel und der Pirol.

Blumenzwiebeln platzen in den Gärten, anmutend sprießen die ersten zarten Knospen. Krokusse, Schneeglöckchen, Märzenbecher und andere Frühlingsboten wirken wie Farbtupfer auf der noch kargen Erde. Bärlauchfelder säumen die Gegend. Sträucher schlagen aus, Seidelbast und Weißdorn beginnen ebenso zu blühen, wie Leberblümchen, Buschwindröschen und Schlüsselblumen. Heilkräuter und Gräser wachsen und verwandeln schlafende Alm- und Streuwiesen zu bunten Teppichen. Inhalieren Sie den Wonnemonat Mai, wenn die Luft voller Düfte und Gerüche ist, Bienen summen und Schmetterlinge fliegen, die Bäume explodieren und Hunderte von Grüntönen Hügel und Berge überziehen.

 

 

Ettenhausen liegt nahe der Landesgrenze zu Österreich, nach Kössen / Tirol sind es nur 7 km. Bevor sie in den Chiemsee mündet, schlängelt sich die Tiroler Ache in ihrer naturbelassenen Form kilometerlang durch die Entenlochklamm, einer wildromantischen Felsenschlucht.

 

 

Vereinzelte Nebelschwanden werden rasch von der aufsteigenden Sonne weggeheizt. Alleine, zu zweit oder mit Ihrer Familie, verbringen Sie die schönste und wertvollste Zeit des Jahres im Schlechinger Naturparadies, in dem es eine Handvoll faszinierender Wasserfälle gibt. Das Freizeitangebot im bezaubernden Chiemgau ist schier unerschöpflich.

 

Das „Haus Achental“ liegt inmitten des Naturschutzgebietes Geigelstein und ist ein genialer Ausgangspunkt für verschiedene Wanderungen. Sie müssen nicht erst ins Auto steigen, weil ein Dutzend Touren gleich hinterm Haus beginnen. Der Breitenstein (1661 m) ist in etwa 3 1/4 Std. zu erklimmen, der Geigelstein (1808 m), Schlechings Hausberg, in etwa 3 1/2 Std.; was für ein befreiendes Gefühl, wenn man am Gipfelkreuz steht. 

 

 

Auch der Weitlahnerkopf (1615 m), die Kampenwand (1668 m) oder die Hochplatte mit den Zwillingsfelsen (1586 m) sind zwischen 3 1/2 Std. und 4 1/2 Std. zu besteigen. Sie alle locken mit abwechslungsreichen Pfaden und Wäldern, ganz oben dagegen mit traumhaften Aussichten über das Achental, den Chiemsee oder das Inntal. 

Je nach Föhn ist ein beeindruckender Panoramablick möglich, wo sich in weiter Ferne unzählige Dreitausender erahnen lassen.


Unterwegs treffen Sie auf Feuersalamander, Hasen, Rehe und Hirsche, Schafe, Pferde und Esel, Kuhglockengeläut dringt zu uns vor. Bei so manchem Anstieg stellt sich dem Wanderer schon 'mal ein Ziegenbock in den Weg, dessen Körpersprache uns unstrittig zeigt, dass er seine Herde beschützen will. 

 

Die Rudersburg (1430 m) steht südwestlich von Ettenhausen und gehört ebenfalls zur reizvollen Bergwelt der Geigelsteingruppe (2 3/4 Std.). Mystisch liegt vor ihm der gleichnamige See (20 Min.), aus dem es ab Ostern bis in den Oktober hinein an jedem Freitag fangfrischen geräucherten Fisch gibt.

Steinadler kreisen am Himmel, Murmeltiere zeigen sich wachsam und das Vogelgezwitscher begleitet Sie ohnehin auf Schritt und Tritt. Bekannte Almen wie die Haidenholzalm (1340 m) (2 1/4 Std.), die Wuhrsteinalm (1150 m) (1 1/4 Std.), die Priener Hütte (1411 m) (2 3/4 Std.) oder die Dalsenalm (950 m) (2 1/4 Std.) zwischen Weitlahnerkopf und Kampenwand warten auf die müden Wanderer, lassen sie ausruhen und versprechen Stärkung. 

Der legendäre Schmugglerweg nach Kössen (2 Std.) ist quasi ein "Muss" für jeden Wanderfreund, auf dessen Route sogleich nach dem Überqueren einer Hängebrücke über die Ache die Wallfahrtskirche "Maria Klobenstein" samt dem gespaltenen Felsen zu bewundern sind (1 1/2 Std.). Das dazugehörige Gasthaus mit seinen rustikal eingerichteten Winkeln lädt dazu ein, auch 'mal bis spät abends bei gutem Wein und Tiroler Spezialitäten sitzen zu bleiben. Der davor liegende und in verschiedenen Ebenen in den Hang gebaute Biergarten mit seinen idyllischen Wasserspielen rundet dieses einzigartige Fleckerl Erde ab; ein Platz um Wohlfühlen..

Aber auch Wanderungen zu der im 13. / 14. Jahrhundert erbauten Streichenkirche "St. Servatius" (1 1/2 Std.), von wo aus Sie einen weiten Blick übers Achental haben, zum Taubensee im Gebiet der Rauhen Nadel (2 1/2 Std.) oder im Juli vorbei an wild wachsenden Orchideen sind eine lohnende Empfehlung. 

Wer lieber ruhigere Touren bevorzugt, dem stehen im Schlechinger Tal wunderschöne Rundwege zur Verfügung, die als Spaziergänger, Nordic-Walker oder aber mit dem Radl zu erkunden sind. Einen Fahrradverleih gibt es im Ort. 

Es kommt nicht darauf an, dem Leben mehr Jahre zu geben,
sondern den Jahren mehr Leben.

(Alexis Carrel)

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