wer hat noch nichts davon gehört ...

oder gar selber verspürt?

Die Ansprüche in unserer Leistungsgesellschaft nehmen überhand. Wir planen und organisieren. Wir strecken uns nach der Decke und machen Klimmzüge, wir hasten von einem Projekt zum anderen, Langeweile darf nicht sein. Wir zerreißen uns halb, leisten Famoses, Überragendes und geben unser Bestes, doch irgendwie scheint es nie zu reichen. Beruf und Freizeit erfordern präzises Zeitmanagement, Termin folgt auf Termin - Stressfaktor Alltag, der Hektik und dem Lärm ist schwer zu entfliehen. Manche Tage gleichen einem Wettlauf gegen die Zeit, vom Aufstehen bis zum ins Bett gehen sind wir beschäftigt. Eine Stunde hat eigentlich 60 Minuten, aber wir sollten immer noch mehr aus ihr und uns herausholen, einige von uns sind rund um die Uhr online. Selbst im Urlaub müssen wir unsere Mails checken und erreichbar sein, nach Feierabend sowieso.

 

Unsere Aufmerksamkeit ist zerstreut, eine nie zuvor dagewesene Flut an Informationen prasselt auf uns nieder. Der Blick auf das Wesentliche ist kaum mehr gegeben, denn er liegt im Außen, nicht mehr im Inneren von uns. Umso öfter tanzen unsere Gedanken um Ausweg und Halt, um ein "endlich-zur-Ruhe-kommen", um Besinnung und Werte, um das Mysterium des eigenen Wesenskern, des eigenen Seins: 

 

Es gibt Wichtigeres im Leben.
als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.

(Mahatma Ghandi)


Vor über 70 Jahren sprach Ghandi diesen Satz, doch seine Worte könnten die heutige fordernde und pulsierende Zeit, in der bald alles gleichzeitig erledigt sein muss, kaum treffender beschreiben.

 

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